ver.hext ver.harzt ver.heiratet

Liebe Freunde der Kunst und Kultur, es ist wieder soweit. Das Theaternatur Festival im Oberharz startet seine diesjährige Saison mit einem bunten Programm an Theater, Film und Tanz. Das HEXTETTder Carta Blanca Dance Company, angekündigt als DIE VERZAUBERTE TANZGALA wird mich wohl dieses Jahr wieder verzaubern in märchenhafter Umgebung mitten im Dickicht des Waldes. Ich bin schon sehr gespannt und hoffe auf gutes Wetter, atemberaubende Bewegungsabläufe und hauchzarte Kostüme. Mehr davon http://theaternatur.de/.

Die diesjährige Kulturnacht in Magdeburg kann ich wohl leider nicht besuchen, aber hier ein paar Impressionen der letzten Kulturnacht in Magdeburg Buckau I Werk IV. Es war ein einmaliges Erlebnis und hat trotz der Anstrengung riesen Spaß gemacht. Dank dir L. für die Möglichkeit dabei gewesen zu sein.

Gibt es eine Verbindung zwischen Tanz und Architektur? Ja, allemal. In der TURBINE 19 in Wernigerode har eine neue Tanzschule eröffnet. Die TURBINE 19 kann besichtigt werden beim Tag der Architektur in Sachsen-Anhalt. „Der Bauherr legte hierbei besonderen Wert auf die Wahrung der Identität des historischen Bestands, Gebäudestruktur und der Industriecharakter blieben erhalten.“

Ver.heirat oder besser gesagt ver.heimatet bin ich nicht nur in Magdeburg I Buckau, sondern auch ein wenig ver.wurzelt im Harz. Umbau, Umzug bedeutet auch immer wieder Neuanfang, Wahrung der Identität trotz neuem Erscheinungsbild. „Der Haben-Mensch konzentriert sich auf das was er hat, der Seins-Mensch auf das was er ist und sein kann, wenn er die Hoffnung hat, dass sich etwas Neues entwickelt und er den Mut hat loszulassen und es auszuprobieren.“ (Spruch, Schönebecker Str., Buckau – auf dem Weg zur Kita und zurück).

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Bildergebnis für TheaterNatur

 

 

 

 

Nach der Sommerzeitpause wird es endlich einmal wieder Zeit für einen Blogeintrag. Und ich habe etwas gefunden, was würdig ist, weiterverbreitet zu werden. Es liegt im Wald, ganz unscheinbar und spielt sich auf einer Bühne im Freien ab. Es lebt dort schon das dritte Jahr und ernährt sich von zahlreichen Besuchern und Künstlern international sowie national. Eine spannende Geschichte ist das Festival der darstellenden Künste Theaternatur im Oberharz in Benneckenstein. Ein Zeitungsartikel in der Volksstimme warb für das Programm. Bekannte Darsteller aus Film und Fernsehen spielen hier Theater. Es gibt auch Kinofilme und unter anderem Tanzaufführungen. So begeisterte mich die Premiere des Stückes WILD I WALD I TANZ. Vom klassisches Ballett im Tütü bis zum Modernen Tanz im hautfarbenen Body wurden viele Facetten der Tanzkunst aufgeführt und dargestellt wie vielseitig die Freude an der Bewegung sein kann.

„Für wahrhaft Edle sind verpönt der Dinge zehn im Leben, sechs derselben wird sich stets der Freie selbst entheben: Das Neidischsein, der niedre Sinn und die gemeine Lüge; des Grams der Schwäche Äußerung und allzu gierig Streben. Ergeht dir’s wohl, so sollst stets die Hand den Freunden öffnen, genießen sollst du selbst dein Gut und sollst auch andern geben! Und drückt dich’s hart, tu niemand kund dein inneres Geheimnis und lass des Schmerzes Blässe nie an deiner Wange kleben! Nicht wert ist diese ganze Welt nur einer einz`gen Frage, wozu denn nur ein einzig Mal im Seufzer frösteln beben? Das Schicksal ist der Spieler, wir Figuren nur, der Himmel das Würfelpaar, diese Welt das Spielbrett, drauf wir weben.“ (zit. Avicenna: Kanon der Medizin aus: Altes Kräuterwissen aus dem Harz von Hilde Thoms).

 

Frühlings Erwachen / Joco / Lapsley

Der Frühling erwacht. Die Temperaturen steigen langsam aber stetig. Erste Sonnenstrahlen wärmen die Haut. Es ist Zeit für neue Musik. Nach langer Musik- Abstinenz habe ich nun Folgendes erstöbert. Zunächst JOCO mit Ihrem Album HORIZON. Besonders überrascht das Lied WINTER (deutsch). Es passt zur derzeitigen Stimmung. Entdeckt habe ich die Sängerinnen als Vorband von WOODS OF BIRNAM. Des Weiteren habe ich mich von der außergewöhnlichen Stimme von LAPSLEY anstecken lassen. Ihr Album LONG WAY HOME kommt abwechslungsreich daher und  mischt eine einzigartige Stimme mit elektronischen Klängen. Natürlich alles Geschmackssache aber hört doch mal auf eine Kostprobe rein.

Joco: Horizon, CDLong Way Home by Lapsley. Vinyl LP, CD.

 

Creme Brulée I.

Wer mich kennt, weiß, dass ich die französische Lebensart lieben gelernt habe und von Quiche, ausgedehnten Abenden mit Wein und Käse sowie Espresso und Desserts schwärme. Das ländliche der Provence und das raue der Küste, aus unserem vergangenen Frankreich-Urlaub, sind mir gut in Erinnerung geblieben. Zu meiner Überraschung haben wir dann letztes Jahr Weihnachten einen Kochkurs beim Franzosen in Magdeburg „Bon Apart“ geschenkt bekommen. Eine wunderbare Geschenkidee… nicht nur deswegen, weil ich seit langem Mal wieder aus war und mich chic machen durfte, sondern auch, weil ich viel gelernt habe. Zum Beispiel habe ich den französischen Grappa kennengelernt, der eigentlich gar keiner ist „Vieux Marc de Champagne. Jean Goyard“ mit einer leichten Schokonote und karamellartiger Farbe (ungewöhnlich für einen meist klaren Grappa). Hier das Menü: I. Kartoffel-Carpaccio mit Feldsalat und Kürbiskernen – eine schöne Alternative zum sonst so schweren Kartoffelsalat; II. Wintergemüse mit Walnussdressing und Zander (mein Favorit! War auch stolz, dass ich die Pastinake von der Petersielienwurzel unterscheiden konnte – dank Babybreikocherfahrung ;)); III. Entenbrust mit Blaukrautrisotto und gegrillter Süßkartoffel – mein I. Risotto und auch die Süßkartoffeln haben mich überzeugt; IV. Lebkuchen-Creme Brulée mit Bratapfelragout und Vanille-Espuma – das Highlight und ich durfte den Bunsenbrenner ausprobieren, man nehme, zu meinem Erstaunen, für das richtige Gelingen geschlagenes Eigelb aus dem Tetra-Pack!!! Es gab noch weitere Tipps und Tricks von Yves Lehmann, der ürbigens gerne spät nachts auch mal einen Döner isst (das beruhigt) aber die möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, sondern animieren dazu selbst einmal einen Kochkurs zu besuchen – nicht nur des Essens, sondern auch der Gesellschaft wegens. Wir haben an diesem Abend ein Päarchen aus Drübeck kennengelernt und wieder festgestellt „die Welt ist klein“.

 

Vor die Glotze

Der Tatortreiniger

Heidi beobachtet einen Schmetterling. | Rechte: ZDF/Studio 100 Animation/Heidi Productions Pty. Limited

 

 

 

Normalerweise bin ich kein Seriengucker aber gerade habe ich Zeit und zwei Serienformate entdeckt, die ich sehr gerne mag. Das eine habe ich meiner Tochter zu verdanken, die eines Tages, gesundheitlich ein wenig angeschlagen, etwas früher als zur Sandmann-Zeit, fernsehen wollte. Das Wetter war auch nicht so prickelnd, also, haben wir geguckt, was so kommt. Zufällig haben wir dann „Heidi“ entdeckt und eigentlich bin ich mehr Fan von ihr als meine Tochter. Die Serie ist sehr spannend und angelehnt an das Original. Heidi kann man nur lieb haben und ihre Geschichten aus den Bergen mit Geißen-Peter und Co.. Leider wird die Serie zur Zeit nicht mehr im Ki.Ka ausgestrahlt. Ich hoffe, jedoch auf eine Fortsetzung. Jetzt wird wieder Sandmann geschaut.

Das zweite Serienformat ist aus der Fundgrube der Stadtbibliothek „Der Tatortreiniger“ mit Bjarne Mädel, den ich sehr mag. Bjarne, in der Serie „Schotty“, ist Tatortreiniger. „[S]eine Arbeit fängt da an, wo andere sich vor Entsetzen übergeben“. Meine Lieblingsfolge „Schottys Kampf“. Schotty muss nach einem Unfall im Heimatverein putzen und findet sich in einer Nazi-Bude (Hinterzimmer) wieder. Die politischen Ansichten des Vereinsvorsitzenden sind Schotty zu wider und auf seine eigene Art und Weise versucht er mit der Situation klar zu kommen. Bei seiner Arbeit wird Schotty mit unterschiedlichsten Menschen und Lebensentwürfen konfrontiert, wobei Tod und Mord eine alltägliche Rolle spielen.

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Nun aber an die frische Luft zum „Rhino Open Air“ und bei 18 Grad elekrtonische Musik genießen…

Goldstücke

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Ein bisschen Lektüre und Musik für die kommende Zeit kann nicht schaden. Hier meine Fundstücke der letzten Woche. Einmal das Album „Woods of Birnam“ von Woods of Birnam. Meine Lieblingslieder „I call thee Hamlet“ und „Closer“ – entspanntes Auto fahren garantiert.

„Die Macht der Nacht“ war ein Litertaurtipp aus dem Radio, der eigentlich schon längst überfällig ist. Das Urgestein der elektronischen Tanzmusik schreibt ein Buch über seine Erlebnisse als DJ und das Nacht- und Clubleben. Ich bin gespannt, ob es hält, was es verspricht und tauche ein in lang zurück liegende Erinnerungen. Andererseits auch wieder voll zutreffend, da die in Zukunft liegenden Nächte auch eine gewisse Macht auf mich ausüben werden… 😉